MARKTDATEN & EINORDNUNG

Wind- und Solarstrom.
Marktkontext verstehen.

Wie viel Wind- und Solarstrom wird im Tagesverlauf ins Netz eingespeist? Erkunden Sie veröffentlichte SMARD-Daten und erfahren Sie, wie Unternehmen die Verläufe einordnen können.

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Photovoltaikfeld und Windenergieanlagen unter wechselnder Bewölkung – generiertes Symbolmotiv.
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Wind und Solar im Zeitverlauf

DEUTSCHLAND · SMARD

Vergleichen Sie Wind- und Solarerzeugung im Tagesverlauf. Die Werte zeigen Einspeisung ins deutsche Netz; Ihr eigener Verbrauch wird damit nicht gemessen.

Der gespeicherte Datenstand wird geladen.

Quelle, Berechnung und Datenstand

Quelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0. OPTUM wandelt MWh je Viertelstunde durch Division durch 0,25 Stunden in mittlere MW um. Mehrtagesansichten zeigen Mittelwerte vollständiger Tage. Der Durchschnitt über mehrere Tage ist nach der Zahl ihrer Viertelstunden gewichtet; Zeitumstellungen werden berücksichtigt.

Nur Intervalle mit gültigen Werten aller benötigten Quellreihen sind vergleichbar. In unvollständigen Tagen erscheint kein Tagesmittel. Fehlende Werte werden nicht geschätzt. Alle verfügbaren Reihen stehen in der Tabelle, auch wenn Sie einzelne Linien im Diagramm ausblenden.

Die gespeicherten Daten werden regelmäßig im Dreistundentakt aktualisiert. Bei Problemen bleibt ein vorhandener letzter Stand mit Hinweis erhalten. Quelle und nachträgliche Korrekturen bestimmen die Verfügbarkeit. Historische Werte sind keine Preis- oder Verbrauchsprognose.

Welche Stromerzeugung hier dargestellt wird

Wie verändert sich die Einspeisung an einem sonnigen Werktag, und wie sieht ein windreicher Tag im Vergleich aus? Die Darstellung verwendet dafür die veröffentlichten SMARD-Reihen für Photovoltaik sowie Windenergie an Land und auf See. Sie zeigt Erzeugungsdaten für Deutschland im ausgewählten Zeitraum. „Wind gesamt“ ist die Summe aus Wind an Land (Onshore) und Wind auf See (Offshore). Die beiden Teilreihen sind zusätzlich einzeln auswählbar. Die Linien sind keine Prognose für den nächsten Tag und keine Angabe zur installierten Leistung von Anlagen.

Nach der SMARD-Abgrenzung der Nettowerte erfassen die Erzeugungsdaten Einspeisungen in das Netz der allgemeinen Versorgung. Strom, der innerhalb eines Betriebs erzeugt und dort ohne solche Einspeisung verbraucht wird, ist damit nicht vollständig abgebildet. Die Kurve darf deshalb nicht als Messung jeder deutschen Solaranlage gelesen werden.

Energiemenge und mittlere Leistung unterscheiden

Die verwendeten Quellreihen enthalten Energiemengen in Megawattstunden (MWh) je Viertelstunde. Für die Linien teilt OPTUM diese Menge durch 0,25 Stunden und erhält die mittlere Leistung in Megawatt (MW). Zum Beispiel entsprechen 250 MWh innerhalb einer Viertelstunde durchschnittlich 1.000 MW. Das ist ein Umrechnungsbeispiel, kein aktueller Messwert. Eine Tagesansicht zeigt Viertelstunden; längere Zeiträume zeigen Tagesmittel der Leistung. Diese Verdichtung glättet Unterschiede innerhalb eines Tages. Für einen konkreten Tagesverlauf wählen Sie deshalb ausdrücklich die Tagesansicht.

Alle Zeitangaben verwenden die deutsche Ortszeit, technisch als Europe/Berlin bezeichnet. Ein gewöhnlicher Tag hat 96 Viertelstunden, der Tag der Umstellung auf Sommerzeit 92 und der Tag der Rückstellung 100. Die Berechnung richtet sich nach den tatsächlich zum jeweiligen Kalendertag gehörenden Intervallen. In der Tabelle stehen dieselben aufbereiteten Werte, auch wenn Sie einzelne Linien ausblenden. Für einen ersten Vergleich blenden Sie am besten nur „Wind gesamt“ und „Photovoltaik“ ein. Wer Wind gesamt zu den beiden Wind-Teilreihen addiert, würde dieselbe Einspeisung doppelt zählen.

Ein Verlauf zeigt Unterschiede, noch keine Erklärung

Vergleichen Sie zunächst einzelne Tage und anschließend einen längeren Zeitraum. Sonnenstand, Bewölkung und Windbedingungen können die Erzeugung beeinflussen. Auch Anlagenverfügbarkeit und weitere Rahmenbedingungen spielen eine Rolle. Aus der sichtbaren Kurve allein lässt sich nicht die genaue Ursache jedes Ausschlags ableiten. Ein einzelner Tag steht zudem nicht für ein typisches Jahr. Auch ein Tagesmittel von beispielsweise 20.000 MW bedeutet nicht, dass diese Leistung den ganzen Tag unverändert verfügbar war.

Die Daten sagen auch nicht, welcher Anteil Ihres Unternehmensverbrauchs zeitgleich aus diesen Anlagen gedeckt wurde. Ein Grünstromvertrag und seine Nachweise sind eine andere Betrachtung. Der Beitrag zu Herkunftsnachweisen und PPA ordnet diese vertragliche Ebene ein. Nationale Erzeugung und individuelle Stromherkunft sollten sprachlich sauber getrennt bleiben.

Welche Entscheidung die Daten unterstützen – und welche nicht
Frage im UnternehmenBeitrag der öffentlichen Daten
Warum zeitlich denken?Die Verläufe zeigen, wie unterschiedlich Wind- und Solarerzeugung über einen Tag ausfallen.
Können wir Lasten verschieben?Das muss der eigene Betrieb prüfen. Die nationale Kurve weist keine individuelle Flexibilität nach.
Welcher Vertrag passt?Dafür fehlen in dieser Ansicht unter anderem Ihr Lastprofil, konkrete Angebote und Ihre Risikogrenzen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen können

Nutzen Sie einen auffälligen Verlauf als Ausgangspunkt für eine konkrete Frage: Verbraucht unser Betrieb gerade in diesen Zeitfenstern viel Strom, und können wir daran etwas ändern? Dazu benötigen Sie Ihren Lastgang. Für die Beschaffungsentscheidung kommen Vertragsbedingungen und die Frage hinzu, welche Kostenschwankungen Ihr Unternehmen tragen kann. Ein sichtbar hoher Solarwert ist kein Beleg für einen günstigen Gesamtlieferpreis. Die Spotmarkt-Darstellung ergänzt die veröffentlichte Preisentwicklung; auch sie ersetzt kein konkretes Angebot.

Wer Verbrauch zeitlich verschieben kann, sollte zuerst die betrieblichen Grenzen benennen. Produktionsqualität, Personalplanung oder feste Abfahrtszeiten können wichtiger sein als eine einzelne Marktstunde. Ob ein dynamischer Bezug geeignet ist, ergibt sich aus diesem Gesamtbild.

Datenstand und Lücken gehören zur Aussage

Für diese Darstellung ist ein Datenabruf alle drei Stunden vorgesehen. Ob ein Abruf erfolgreich war und bis zu welchem Zeitpunkt die Reihen gemeinsam vorliegen, erkennen Sie am angezeigten Datenstand. Bei einem Abruffehler bleibt der letzte erfolgreiche Stand mit Hinweis erhalten. OPTUM füllt fehlende Quellwerte weder mit null noch mit eigenen Schätzungen auf. Tagesmittel erscheinen nur bei vollständiger Datenbasis der benötigten Reihen. Noch unvollständige Tage können deshalb Lücken zeigen.

Quelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de, Nutzung unter CC BY 4.0. OPTUM rechnet Einheiten um und bildet die beschriebenen Mittelwerte. Spätere Korrekturen der Quelle können zuvor veröffentlichte Werte verändern.

Sie möchten die Bedeutung zeitlicher Marktphasen für Ihren eigenen Energieeinkauf klären? Verbrauchsprofil mit OPTUM besprechen. Ausgangspunkt sind Ihre verfügbaren Lastgänge und Vertragsziele.

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