OPTUM / ENERGIEEINKAUF VERSTEHEN

Wie unterscheiden sich
die Modelle für Ihren
Stromeinkauf?

Vergleichen Sie Festpreis, Tranchen, Spotmarkt und Hybridmodell: Wann steht der Preis fest, welches Risiko bleibt offen und welche Aufgaben entstehen im Unternehmen?

Sie erfahren, welches Modell Preise früh festlegt, welches laufend auf den Markt reagiert und welche Entscheidungen jeweils bei Ihnen liegen. Drei Rechenbeispiele zeigen, wie sich ein späterer Preis auf bereits teilweise eingekaufte Mengen auswirkt. So können Sie ein Angebot gezielter hinterfragen.

Modelle vergleichen
ZWEI EBENEN EINES VERTRAGSErst der Umfang.
Dann die Preislogik.
Was wird geliefert?

Zum Beispiel: Vollversorgung der vereinbarten Lieferstellen und ihres Bedarfs – nach den Vertragsregeln.

Wie entsteht der Energiepreis?
  • Festpreis
  • Tranchen
  • Spotbezug
  • Mischmodell
Vollversorgung beschreibt den Lieferumfang. Der Name allein legt keinen festen Energiepreis fest.
01 / LIEFERUMFANG

Vollversorgung ist
eine andere Frage
als Festpreis.

Ein Lieferant deckt den vereinbarten Bedarf ab. Wie der Preis dafür entsteht, wird gesondert geregelt.

Im Sprachgebrauch wird „Vollversorgung“ häufig mit einem Festpreisangebot verbunden. Stellen Sie beim Angebotsvergleich deshalb zwei getrennte Fragen: Deckt der Lieferant meinen vereinbarten Bedarf ab, und nach welcher Regel wird dieser Bedarf berechnet? Eine Vollversorgung kann einen festen oder einen formelbasierten Preis vorsehen. Auch die Einbindung einer gestaffelten Beschaffung hängt vom konkreten Produkt ab.

Ein öffentliches Beispiel für diese Unterscheidung ist die Uniper-Vollversorgung zum Fest- oder Formelpreis. Die Beschreibung betrifft Produkte für Industrieunternehmen und regionale Energieanbieter. Daran lässt sich die Unterscheidung ablesen: Derselbe Lieferumfang kann mit unterschiedlichen Preisregeln angeboten werden. Welche Variante für Ihren Betrieb verfügbar ist, klären Sie im konkreten Angebot.

„Voll“ bedeutet nicht grenzenlos.

Prüfen Sie Lieferstellen, Mengenband, Mehr- und Mindermengen, Prognosepflichten sowie den Umgang mit eigener Erzeugung oder Drittmengen. Ein umfassender Lieferumfang hebt diese Bedingungen nicht auf.

Ebenso wenig ist Vollversorgung mit Grund- oder Ersatzversorgung gleichzusetzen. Ein individueller Gewerbeliefervertrag braucht eine eigene Prüfung. Wer Beschaffung und Abwicklung übernimmt, welche Risiken eingepreist sind und welche beim Unternehmen verbleiben, sollte im Angebot erkennbar sein.

02 / PREISBILDUNG

Vier Wege, Preisrisiken
zu verteilen.

Die Unterschiede betreffen den Energieanteil und seine vertragliche Abbildung. Netz, Messung, Steuern, Entgelte und weitere Komponenten müssen daneben geprüft werden.

01 / FESTPREIS

Eine Preisbasis
steht früh fest.

Bei einem Festpreismodell werden bestimmte Preisbestandteile für einen vereinbarten Zeitraum festgelegt. Erfolgt der Abschluss an einem Stichtag, hängt diese Preisbasis von genau diesem Einkaufszeitpunkt ab.

Planbarkeit
Für die tatsächlich fixierten Bestandteile hoch; die gesamte Jahresrechnung hängt weiterhin auch von Menge und weiteren Komponenten ab.
Abwägung
Spätere Marktpreisrückgänge wirken auf den fixierten Anteil gewöhnlich nicht automatisch durch.
Im Angebot genauer hinsehen

Welche Bestandteile umfasst die Garantie? Für welche Menge und welchen Zeitraum gilt sie? Wie werden Abweichungen berechnet? Ein Festpreis ist kein Nachweis des nachträglich günstigsten Einkaufs.

02 / TRANCHEN

Mehrere Zeitpunkte.
Ein Einkaufsrahmen.

Der Bedarf wird in Teilmengen aufgeteilt. Diese werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten beschafft. Damit konzentriert sich die Entscheidung nicht auf einen einzigen Abschluss. Noch offene Mengen bleiben jedoch von späteren Marktpreisen abhängig.

Planbarkeit
Wächst mit den abgeschlossenen Tranchen. Der endgültige Mischpreis steht erst fest, wenn alle maßgeblichen Preise bekannt sind.
Abwägung
In einem durchgehend steigenden Markt können spätere Einkäufe teurer ausfallen. Mehr Einkaufszeitpunkte beseitigen das Preisrisiko nicht.
Regeln und mögliche KI-Unterstützung

Vor dem ersten Kauf gehören Mengenanteile, Einkaufsfenster, Fristen, Zuständigkeiten und Risikogrenzen auf den Tisch. Bei regelgebundenen Varianten kann eine KI-Auswertung Marktsignale unterstützen. Aussetzungen lassen offene Mengen weiter dem Markt ausgesetzt; eine bessere Preisentwicklung folgt daraus nicht sicher.

Die konkreten Varianten erläutert der Leitfaden zur Tranchenstrategie.

03 / SPOTMARKT

Fortlaufend einkaufen.
Marktbewegungen tragen.

Ein Spotmodell folgt kurzfristigen Preisen nach einer definierten Vertragsformel. Beim Day-Ahead-Handel werden die Lieferintervalle des Folgetags gehandelt; Intraday erlaubt Anpassungen näher an der Lieferung. Ihr Unternehmen muss dafür nicht selbst an der Börse handeln.

Marktteilnahme
Fallende und steigende Preise können den noch nicht fixierten Energieanteil verändern. Preisrisiken bleiben über die Lieferperiode relevant.
Abwägung
Entscheidend sind der verwendete Index, das Lastprofil, die Abrechnungsregel und zusätzliche Entgelte.
Was „flexibel“ hier bedeutet

Ein variabler Preis bedeutet nicht automatisch eine kurze Vertragslaufzeit oder beliebige Mengenänderungen. Eine Lastverschiebung hilft nur, wenn der Vertrag zeitabhängige Preise weitergibt und der Betrieb die Verschiebung praktisch leisten kann.

Veröffentlichte Day-Ahead-Preise ansehen · Marktgrundlagen bei SMARD

04 / HYBRIDMODELL

Einen Teil absichern.
Einen Teil offenhalten.

Ein Mischmodell verbindet eine Fixierung mit variabler Beschaffung. Das kann über Mengenanteile, ein Lieferband oder weitere vertraglich definierte Größen erfolgen. Lassen Sie sich erklären, worauf sich die Anteile beziehen: auf Ihre prognostizierte Jahresmenge oder auf ein über bestimmte Stunden vereinbartes Lieferband. Davon hängt ab, wie Mehrbedarf oder Überschüsse behandelt werden.

Planbarkeit
Für den fixierten Teil vorhanden; der variable Teil bleibt Marktbewegungen ausgesetzt.
Abwägung
Ein größerer variabler Anteil erhöht den Einfluss späterer Preise – in beide Richtungen.
Eine Quote braucht eine Bezugsgröße

„60 Prozent fest“ kann sich auf eine prognostizierte Energiemenge beziehen. Ein konstantes Lieferband ist dagegen eine zeitliche Leistungsstruktur. Beide Darstellungen sind nicht ohne Weiteres gleich. Prüfen Sie die Behandlung von Mehrbedarf und Überschüssen.

Eine Standardquote für alle Unternehmen gibt es nicht. Die folgenden Preisszenarien verwenden eine fest vorgegebene Mengenaufteilung; sie bestimmen keine passende Quote für Ihren Betrieb.

03 / DIREKTER VERGLEICH

Die entscheidenden
Unterschiede auf einen Blick.

OPTUM / EINFACH ERKLÄRTVier Modelle, drei Prüffragen
* „Keine offene Menge“ bezieht sich auf die vereinbarte Preisbasis. Verbrauchsabweichungen und ausgeschlossene Preisbestandteile bleiben vertraglich zu prüfen.

Diese Einordnung ersetzt keine Angebotsbedingungen. Sie zeigt, welche Fragen Sie beim Vergleich stellen sollten.

Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich bewegen.

Preisbildungsmodelle für den Energieanteil – typische Logik, keine Produktbewertung
ModellWann wird der Preis bekannt?Spätere MarktchancenWesentliches offenes RisikoOrganisation im Unternehmen
FestpreisFür fixierte Bestandteile beim Abschluss.Auf den fixierten Anteil gewöhnlich keine automatische Beteiligung.Einkaufszeitpunkt, Mengenänderungen und ausgenommene Bestandteile.Angebot, Bindung und Vertragsfristen sorgfältig prüfen.
TranchenSchrittweise; der Mischpreis entsteht aus den abgeschlossenen Teilmengen.Für noch offene Tranchen, abhängig vom späteren Einkauf.Offene Mengen, Einkaufsfristen und ein ungünstiger Marktverlauf.Regelwerk, Zuständigkeiten und Fortschritt verfolgen.
SpotmarktKurzfristig nach Index und Abrechnungsregel.Fallende Preise können weitergegeben werden; steigende ebenfalls.Preis- und Profilwirkung während der Lieferung.Budgetschwankungen, Abrechnung und Lastprofil beobachten.
HybridFür den fixierten Teil früh; für den variablen Teil später.Auf den vertraglich marktbezogenen Anteil begrenzt.Variabler Anteil sowie Zuordnung von Mehr- und Mindermengen.Aufteilung und Anpassungsregeln nachvollziehen.
Vollversorgung ist keine zusätzliche Zeile dieser Preistabelle.

Sie beschreibt einen Lieferumfang, der mit einer konkreten Preislogik und Mengenregel kombiniert wird. Ebenso müssen Kündigungsrechte und Vertragslaufzeit bei jedem Modell gesondert geprüft werden.

04 / ZEIT & BINDUNG

Drei Zeitangaben.
Drei verschiedene Aufgaben.

Ein Angebot wird erst klar, wenn Einkauf, Belieferung und Preisbindung eindeutig zugeordnet sind.

  1. 01

    Beschaffungszeitraum

    Wann dürfen oder müssen Mengen eingekauft werden? Gibt es feste Kaufdaten, ein Zeitfenster oder eine Abschlussfrist für offene Mengen?

  2. 02

    Lieferperiode

    Für welche Tage, Monate oder Jahre ist die Energie bestimmt? Eine heute gekaufte Tranche kann eine spätere Lieferperiode absichern.

  3. 03

    Vertrag und Preisbindung

    Wie lange bindet der Liefervertrag? Welche Komponenten sind wie lange fixiert? Eine Preisbindungsangabe ersetzt die Prüfung der Vertragslaufzeit und ihrer Verlängerungsregeln nicht.

Eine längere Bindung kann die fixierten Komponenten länger planbar machen, schränkt aber spätere Neuentscheidungen ein. Bei Umzug, neuer Produktionslinie oder zusätzlicher Eigenerzeugung zählt außerdem, welche Mengen- und Standortänderungen zugelassen sind. Die Vertragsgestaltung sollte zum Entwicklungsplan des Betriebs passen.

Der Terminmarkt bietet unter anderem Monats-, Quartals- und Jahresprodukte. Diese Standardprodukte sind nicht identisch mit dem individuellen Liefervertrag Ihres Unternehmens. Auch führt ein Future nicht zwingend zu physischer Lieferung: Die Erfüllungsart richtet sich nach der Produktspezifikation. Die EEX beschreibt Laufzeiten und Erfüllung ihrer Power Futures.

05 / WAS NOCH VOM MARKT ABHÄNGT

60 % eingekauft.
Was passiert mit
den übrigen 40 %?

Die Aufteilung steht in diesem Beispiel bereits fest. Drei mögliche spätere Preise zeigen gleichzeitig, wie sich die offene Menge auf die reinen Beschaffungskosten auswirkt. Sie müssen nichts eingeben.

Die konkrete Wirkung: Ändert sich der Preis der offenen Menge um 10 €/MWh, ändert sich der Mischpreis hier um 4 €/MWh – bei 100 MWh also um 400 €. Das gilt nach oben wie nach unten.

In allen drei Fällen gilt dieselbe Ausgangslage

100 MWh Gesamtbedarf für dieselbe Lieferperiode, vollständig abgenommen. 1 MWh entspricht 1.000 kWh. Die Aufteilung 60/40 ist eine frei gewählte Rechenannahme, keine Empfehlung.

60 MWh · 60 % fixiertBereits gekauft zu 100 €/MWh60 MWh × 100 €/MWh = 6.000 €
40 MWh · 40 % offenDer spätere Preis ist noch unbekannt40 MWh × späterer Preis

Fixierte und offene Menge ergeben zusammen 100 MWh.

SPÄTERER PREIS DER OFFENEN MENGE

60 €/MWh

Fixierte 60 MWh
6.000 €
Offene 40 MWh
40 MWh × 60 €/MWh = 2.400 €
Beschaffungskosten gesamt
6.000 € + 2.400 € = 8.400 €

MISCHPREIS84 €/MWh8.400 € ÷ 100 MWh

SPÄTERER PREIS DER OFFENEN MENGE

100 €/MWh

Fixierte 60 MWh
6.000 €
Offene 40 MWh
40 MWh × 100 €/MWh = 4.000 €
Beschaffungskosten gesamt
6.000 € + 4.000 € = 10.000 €

MISCHPREIS100 €/MWh10.000 € ÷ 100 MWh

SPÄTERER PREIS DER OFFENEN MENGE

160 €/MWh

Fixierte 60 MWh
6.000 €
Offene 40 MWh
40 MWh × 160 €/MWh = 6.400 €
Beschaffungskosten gesamt
6.000 € + 6.400 € = 12.400 €

MISCHPREIS124 €/MWh12.400 € ÷ 100 MWh

Ein Rechenweg für alle drei Fälle

Beschaffungskosten = 60 MWh × 100 €/MWh + 40 MWh × Szenariopreis in €/MWh

Mischpreis in €/MWh = Beschaffungskosten in € ÷ 100 MWh

Das lässt sich daraus nicht ableiten: welche Quote zu Ihrem Unternehmen passt, welcher Preis eintreten wird oder welches Modell günstiger sein wird. Alle Preise sind hypothetisch. Für die offene Menge wird jeweils ein bereits verbrauchsgewichteter Durchschnittspreis angenommen; es handelt sich nicht um einen ungegewichteten Börsendurchschnitt. Betrachtet wird ausschließlich der Netto-Beschaffungsanteil. Netzentgelte, Steuern, Umlagen, Messung, Lieferantenentgelte sowie Profil- und Mengenabweichungen fehlen.

Für eine echte Entscheidung zählen Ihr bisheriger Einkauf, Vertragsregeln, Lastgang und Budget. Diese Unterlagen und Fragen fürs Gespräch vorbereiten

06 / UNTERNEHMENSPROFILE

Der Betriebsalltag
gibt die Prüffragen vor.

Eine Branche allein entscheidet kein Beschaffungsmodell. Diese Beispiele zeigen unterschiedliche Anforderungen, keine automatische Tarifempfehlung.

Handwerk, Büro und Handel

Wenn Energieeinkauf neben vielen anderen Aufgaben läuft, zählen verständliche Preisregeln und ein überschaubarer Entscheidungsaufwand. Prüfen Sie, welche Budgetbestandteile früh feststehen müssen und wer Fristen im Blick behält. Eine kleine Jahresmenge ist weder ein pauschaler Vor- noch Nachteil eines Modells.

Produktion und energieintensive Prozesse

Lastgänge, Schichtpläne und geplante Anlagenänderungen machen das Risiko greifbar. Kontinuierliche Prozesse können nicht beliebig in günstige Intervalle wechseln. Vor einem variablen Anteil müssen Budgetbelastung, betriebliche Spielräume und Verantwortlichkeiten verstanden sein.

Gastronomie, Kühlung und saisonaler Bedarf

Öffnungszeiten und Temperatur beeinflussen den Bedarf, aber Kühlketten und Qualität setzen Grenzen. Ein saisonaler Betrieb sollte deshalb sowohl die Jahresmenge als auch ihre zeitliche Verteilung beschreiben. Jahresdurchschnitte können hohe Kosten in einzelnen Monaten verdecken.

Mehrere Standorte und Organisationen

Unterschiedliche Laufzeiten und Messkonzepte verlangen zunächst eine Lieferstellenübersicht. Ein gemeinsamer Rahmen muss nicht für jeden Standort denselben Preisweg bedeuten. Für Haus- und WEG-Verwaltungen stehen bei OPTUM Festpreisangebote und verlässliche Portfolio-Abläufe im Vordergrund.

07 / GESPRÄCHSVORBEREITUNG

Sechs Antworten
vor der Modellwahl.

Haken Sie ab, was Sie bereits wissen. Offene Punkte können Sie ins Gespräch mitnehmen – dafür müssen noch nicht alle Unterlagen vollständig sein. Die Liste hilft, den nächsten Schritt zu finden.

Beschaffungsgespräch vorbereiten
Unser Stand der Vorbereitung
HÄUFIGE FRAGEN

Was oft verwechselt wird.

Ist ein Festpreis auch eine Garantie für die Jahreskosten?

Nein. Ein fester Preis je kWh ist noch kein fester Rechnungsbetrag. Wenn Ihr Betrieb mehr Strom verbraucht, steigen auch bei gleichem Arbeitspreis die Verbrauchskosten. Zusätzlich können ausgenommene Preisbestandteile und Mengenregeln das Ergebnis verändern. Für das Budget müssen Menge und vollständiger Preisaufbau zusammen betrachtet werden.

Sind Tranchen grundsätzlich günstiger als ein Festpreis?

Nein. Sie verteilen Einkaufsentscheidungen auf mehrere Zeitpunkte. Ob der daraus entstehende Preis rückblickend günstiger ist, hängt vom tatsächlichen Marktverlauf und den gewählten Mengen ab. Ein steigender Markt kann einen frühen vollständigen Einkauf begünstigen, ein fallender spätere Einkäufe.

Kann ein Unternehmen mit Spotpreis jederzeit kündigen?

Die Preisbildung beantwortet diese Frage nicht. Laufzeit, Kündigungsfrist und Verlängerung stehen im Liefervertrag. Ein kurzfristiger Börsenpreis kann mit einer längeren Vertragsbindung verbunden sein.

Bedeutet ein negativer Börsenpreis kostenlose Energie?

Ein negativer Börsenwert betrifft eine konkrete Handels- und Lieferkonstellation. Der Liefervertrag legt fest, ob und wie er weitergegeben wird. Andere Preisbestandteile bleiben zu berücksichtigen; die vollständige Rechnung wird dadurch nicht automatisch null oder negativ.

Was gehört zum mengen- oder verbrauchsgewichteten Preis?

Jeder Preis wird mit der zugehörigen Energiemenge multipliziert. Die Summe dieser Beträge wird durch die gesamte Energiemenge geteilt. Bei Tranchen sind das die Teilmengen, beim zeitaufgelösten Spotmodell die Mengen der jeweiligen Intervalle. kW ist eine Leistung und darf dabei nicht ohne Zeitbezug wie kWh oder MWh eingesetzt werden.

SINNVOLL VERTIEFEN

Vom Verständnis
zum nächsten Schritt.

Die Strategie im DetailEinkaufsrahmen, Tranchenregeln und Zuständigkeiten weiterdenken. ↗Gewerbestromangebote prüfenVerbrauch, Preisbestandteile und Vertragsbedingungen zusammenbringen. ↗Spot- und Terminmarkt verstehenHandelszeiträume unterscheiden und veröffentlichte Marktdaten lesen. ↗

Quellen und Einordnung

Marktbegriffe: Bundesnetzagentur | SMARD. Terminprodukte: EEX Power Futures. Beispiel für getrennten Lieferumfang und Preislogik: Uniper-Bilanzkreis. Abgerufen am 14. September 2026.

Die Vergleichsfragen und Rechenannahmen sind redaktionelle Erläuterungen von OPTUM. Verfügbarkeit und Bedingungen eines konkreten Vertrags müssen separat geprüft werden. Keines der Modelle garantiert den niedrigsten Preis.

WISSEN WEITERGEBEN

KLARHEIT VOR DEM ABSCHLUSS

Sie kennen die Bedingungen.
Wir stehen zu unseren Zusagen.

Wir erarbeiten Ihren Weg gemeinsam mit Ihnen: passend zu Betrieb, Zielen und Sicherheitsbedarf. Mit vollständigen Daten und konkreten Angeboten erhalten Sie unsere geprüfte Empfehlung. Sie kennen Preisbindung, verbleibende Risiken und die Kriterien unserer Versorgerauswahl. Unsere vereinbarten Leistungen und Zusagen halten wir nachvollziehbar fest.

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